Schlemabach

Verknüpfungen
Beschreibungen

»Der Schlemabach, auch kurz Schlema oder Knappschaftsbach, ist ein etwa 10 km langer, linker Nebenfluss der Zwickauer Mulde im sächsischen Erzgebirge. Der nach 1946 einsetzende, im Gebiet des Radiumbades Oberschlema raubbauartige Uranbergbau, der teilweise bis in die Keller der Wohngebäude reichte, führte zu großräumigen Senkungserscheinungen und schließlich zum Abreißen des Ortskerns. Auch der Schlemabach war betroffen, der sich mehrfach in die Grubenbaue ergoss und den Bergbau fast zum Erliegen brachte. Streckenweise wurde er deshalb in hölzernen Vorflutern geführt. Ab 1952 wurde der Bach dann in den Süden des Deformationsgebietes verlegt und teilweise verrohrt. Die Länge der im Volksmund „Millionenbach“ genannten Umverlegung betrug etwa 3 km. Er ging südlich von Schneeberg ab, war erst als Hanggraben parallel zur B 169 ausgeführt, lief teilweise parallel zu Markus-Semmler- und Richard-Friedrich-Straße, kreuzte dann den Floßgraben, nahm diesen auf und wurde schließlich hinter dem Deformationsgebiet kaskadenartig wieder in sein altes Bachbett geführt. Auch nach 1959 wurden die Fluter zur Wasserhaltung der Gruben weiter betrieben. So wurden in den Jahren 1965 bis 1989 jährlich im Durchschnitt etwa 7,5 Millionen m³ Wasser gefördert, die entweder dem Wasserwerk Gleesberg zugeführt oder in den Schlemabachfluter geleitet wurden. Infolge der immer noch andauernden Senkungserscheinungen mussten diese immer wieder repariert werden.«

Quelle: wikipedia - Schlemabach

Inhalte